Wachsende Sorge über iranische Geheimdienstaktivitäten in Deutschland (German News)
Voice Of People, London, 6 March:
Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran sind die deutschen Sicherheitsbehörden wegen möglicher Vergeltungsaktionen in Deutschland in erhöhter Alarmbereitschaft. Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt erklärte, dass es bislang keine konkreten Hinweise auf geplante Anschläge gebe. Dennoch werde die Situation sehr genau beobachtet.
Der deutsche Inlandsgeheimdienst, das Federal Office for the Protection of the Constitution (BfV), warnte, dass mögliche Vergeltungsangriffe jüdische Einrichtungen wie Schulen und Synagogen treffen könnten. Auch diplomatische Vertretungen, militärische Einrichtungen sowie iranische Oppositionsmitglieder, die in Deutschland leben, könnten gefährdet sein.
Experten zufolge verfolgen iranische Geheimdienste seit vielen Jahren Oppositionelle im Ausland. Dabei kommt es Berichten zufolge zu Überwachung, Einschüchterung, Drohungen und sogar zu Entführungen. Der Fall des deutsch-iranischen Bürgers Jamshid Sharmahd, der entführt wurde und später starb, hatte in diesem Zusammenhang große Kontroversen ausgelöst.
Auch Cyberangriffe bereiten den Behörden zunehmend Sorgen. Berichten zufolge haben Hacker versucht, E-Mails und Kommunikationssysteme von Menschenrechtsaktivisten, Journalisten und Anwälten zu kompromittieren.
Nach Einschätzung der deutschen Sicherheitsbehörden könnte das Risiko iranischer Geheimdienstaktivitäten in Deutschland angesichts der aktuellen internationalen Lage eher zunehmen als abnehmen.